Ausgezeichnet

Bausch+Ströbel erhält Technology Excellence Award in der Kategorie "Pharmaceuticals/Medical Device"

Die Geschichte der erfolgreichen Innovationen beim Ilshoferner Spezialmaschinenhersteller ist lang. Seit einer Weile geht Bausch+Ströbel auch bei der Außenreinigung von Vials und anderen Packmitteln neue Wege. Statt der bislang üblichen Außenreinigung mit Wasser und Reinigungsmittel, entwickelt Bausch+Ströbel zur Zeit ein Verfahren, in dem CO2-Schnee zum Einsatz kommt. Für diese Technologie erhielt Bausch+Ströbel auf der führenden US-Pharma-Fachmesse Pack Expo in Chicago den Technology Excellence Award in der Kategorie "Pharmaceuticals/Medical Device".

 
Dieses neue Verfahren überzeugte und honorierte ein internationales Fachpublikum, das online über die Auszeichnung der Pack Expo abstimmen konnte.
 
Diese von Bausch+Ströbel präsentierten CO2-Schneestrahl-Reinigungssysteme nutzt feste CO2-Eiskristalle als Strahlmedium. Mit seiner Kombination aus mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften soll CO2-Schnee verschiedenste Arten von Oberflächen-Verunreinigungen schonend lösen und abtragen.
 
Dieses bietet immense Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Verfahren: Zum einen ist die Entsorgung ausgesprochen umweltfreundlich. Bei der Reinigung mit Wasser fallen 500 bis 1000 Liter Wasser pro Stunde an. Handelt es sich um hochwirksame oder toxische Substanzen, die vom Objekt entfernt werden, so muss dieses anfallende Wasser aufwändig entsorgt werden. Dieser umweltfreundliche und Entsorgungsaufwand verringert nebenbei noch den Sicherheitsaufwand für Pharmazeuten.
 
Auch die Reinigung an sich ist wesentlich gründlicher. Wichtig, wenn es um das Entfernen von toxischen oder hoch wirksamen Substanzen geht.
 
Das Verfahren im Detail: Bei der CO2-Schnee-Reinigung wird flüssiges CO2 verwendet. Dieses strömt zusammen mit Druckluft aus einer Zweistoffdüse. Beim Entspannen auf atmosphärischen Druck entstehen Eiskristalle (Erstarren). Diese treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigende Oberfläche, wo sie vom festen in den gasförmigen Zustand übergehen (Sublimation).
 
Dieses Verfahren ist nicht abrasiv was bedeutet,  dass sich  die Oberflächenstruktur des zu reinigenden Objekts nicht verändert. Das am Fraunhofer IPA in Stuttgart entwickelte Sublimations-Impuls-Verfahren ist das derzeit leistungsfähigste Verfahren zur Reinigung mit CO2-Schnee.
 
Sehr effizient können hier Objekte, etwa nach dem Lyoprozess oder aber vor der Etikettierung von anhaftenden Partikeln befreit werden. Auch vor einer Prüfstation zur Partikelmessung ist der Einsatz sinnvoll: führt das Entfernen von Partikeln an der Glasaußenwand doch zu weitaus weniger Fehlermeldungen, da Partikel am Behälteräußeren nicht fälschlicherweise als Partikel innerhalb bewertet werden.
Vorteile gegenüber der Reinigung mit Wasser: die Reinigung ist gründlicher und es ist ausgeschlossen, dass Flüssigkeit unter die Flip-Off-Kappe von Vials gelangt. Der bei Wasser notwendige Trocknungsprozess entfällt.
 
Weitere Vorteile liegen in der Entsorgung. Bei der Reinigung mit Wasser fallen 500 bis 1000 Liter Wasser pro Stunde an. Handelt es sich um hochwirksame oder toxische Substanzen, die vom Objekt entfernt werden, so muss dieses anfallende Wasser aufwändig entsorgt werden. Beim CO2-Schneestrahl-Verfahren wird das CO2 mit den gelösten Partikeln einfach abgesaugt und gefiltert, zu entsorgen ist dann nur noch der Filter.
 
Neben dem Entsorgungsaufwand wird auch der Sicherheitsaufwand geringer. So gibt es beispielsweise keine Leitungen, die regelmäßig auf Leckagen kontrolliert werden müssen.
 
Übrigens: Das Verfahren findet bereits intensiv unter anderem in der Automobilindustrie Anwendung. Hier werden zum Beispiel Karbonteile vor dem Lackieren intensiv mit dieser neuen Technologie gereinigt. Bei Bausch+Ströbel wurden sehr schnell die Vorteile auch für die Anwendung im Bereich der Pharmazie erkannt.
 
Pack Expo Technology Excellence Award in der Kategorie Pharmaceuticals/Medical Device
Table Top Maschinen

Mehr Möglichkeiten in der Kleinchargenproduktion


Kleine, halbautomatische Maschinen für die Kleinchargenproduktion hat Bausch+Ströbel schon von Anfang an im Programm. Mit ihnen können Flaschen, Vials, Karpulen, Spritzen und Teströhrchen verarbeitet werden. Die Besonderheit die diese Table-Top-Maschinen bieten: Hier kommen die gleichen Füll- und Verschließverfahren zum Einsatz wie in Hochleistungsanlagen. Die neueste Generation der "Kleinsten", die auch auf der Fachpack 2018 in Nürnberg präsentiert werden, können bequem mittels Touchscreen bedient werden. Hier können auch Parameter wie Geschwindigkeit, Position oder Füllmenge gespeichert und als so genannte Rezepte hinterlegt werden. Alle Bewegungen sind komplett servomotorgesteuert. Durch eine mögliche Füllnadelbewegung ist auch eine produktschonende Unterspiegelfüllung realisierbar.

Mittels Waage ist eine Inprozess-Kontrolle bis zu 100 % möglich, wobei die Füllmenge während der Produktion automatisch nachjustiert wird. Zudem können Chargenprotokolle gespeichert und durch den mitgelieferten Drucker ausgegeben werden.

Das L-förmige Design ist allen Table-Top-Modellen gemeinsam. Sie sind nicht nur leicht zu reinigen, sondern können auch im Isolator zum Einsatz kommen, da sie den Sterilisationsprozess innerhalb des Isolators mittels  Wasserstoffperoxiddampf problemlos überstehen. Die Bedienung jeder einzelnen Maschine ist auch mit Handschuhen möglich.
So ergibt sich eine interessante Kombinationsmöglichkeit mit dem Baukastensystem VarioSys. Hierbei handelt es sich um eine kleine, platzsparende Anlage, die es erlaubt, im Isolator unterschiedlichste Produkte und Chargen zu verarbeiten – und das in schneller Folge dank sehr kurzer Umrüstzeiten.