Hausausstellung bei Bausch + Ströbel
- only available in german language -Mehr als 220 Gäste aus aller Welt konnten vom 17. bis 21. Mai 2010 zukunftsweisende Technik live erleben
Dass ein roter Teppich den Weg in eine Montagehalle weist, ist alles andere als alltäglich. Und nicht alltäglich war auch die in der neuen Montagehalle aufgebaute Hausausstellung des Maschinenbauers Bausch + Ströbel in Ilshofen, zu der dieser rote Teppich führte. Die u?ber 220 Gäste aus aller Welt konnten hier das ganze Produktspektrum des für die Pharmaindustrie tätigen Spezialmaschinenherstellers begutachten. Rund 400 Quadratmeter Fläche nahm hier eine Hochleistungsanlage ein, in der Vials unter pharmagerechten Bedingungen gereinigt, sterilisiert, befüllt, verschlossen und kontrolliert werden - und das in rasendem Tempo: die Anlage bewältigt 36 000 Vials pro Stunde. Eine weitere ausgestellte Produktionslinie arbeitet für den schmerzlosen Zahnarztbesuch: hier werden Dentalanästhetika pharmagerecht in Karpulen abgefüllt. Ausgestellt waren ausserdem eine vollautomatische Produktionslinie zur Verarbeitung von Einmalspritzen und eine Pulverdosiermaschine mit Verschliessaggregat.
Vertriebsmitarbeiter und die jeweiligen Projektleiter standen bereit, um die in den Anlagen eingesetzten Neuerungen zu erläutern und auf zum Teil sehr spezifische und detaillierte Anfragen zu antworten. Die Gäste hatten ausserdem die Möglichkeit, an einem Rundgang durch die Firma teilzunehmen und auf Wunsch Bausch + Ströbel-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter kennen zu lernen, die mit deren jeweiligen Projekten betraut sind - vom Monteur bis hin zum Service-Mitarbeiter, der Ersatzteilaufträge bearbeitet.
Am Mittwochabend bot das Flair Park-Hotel für die Gäste ausserdem eine unterhaltsame Weinprobe mit mehrgängigem Menü und abwechslungsreichem Programm an.
Am Donnerstag hatten die Gäste ausserdem die Gelegenheit, sich bei Fachvorträgen über Innovationen bei Bausch + Ströbel zu informieren. Dipl. Ingenieur (BA) Thomas Seiffer aus der Abteilung Forschung und Entwicklung erläuterte hier Innovationen im Bereich Silikonisierung (dieses Verfahren kommt vor allem in der Spritzenverarbeitung zum Einsatz, wo die Silikonoberfläche dafür sorgt, dass der Spritzenstopfen sich leicht bewegen lässt und die Injektion sanft und gleichmässig erfolgen kann), sein Kollege Harald Bauer erläuterte ein Konzept zur Verarbeitung von Spritzennestern, wobei er auch auf Neu- und Weiterentwicklungen in diesem Bereich einging. Die "gläserne" Produktion war das Vortragsthema von Dipl. Ing. (FH) Werner Wieland, Konstruktionsleiter von Bausch + Ströbel. In der modernen Pharmaproduktion ist es wichtig, den gesamten Produktionsprozess einer jeden einzelnen Spritze, eines jeden einzelnen Fläschchens genau nachverfolgen zu können (Track and Trace). Wieland erläuterte die "gläserne" Sterilabfüllung, angefangen vom Packmittelhersteller bis hin zur Sekundärverpackung am Beispiel einer Isolator-Bulk-Spritzenlinie und einer Viallinie. Über neueste Entwicklungen der Isolator-Technologie sprach dann ein Vertreter der Firma Skan, Verkaufsleiter Thomas Huber.
Die Geschäftsführer Markus Ströbel und Siegfried Bullinger zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Hausmesse. Im messefreien Jahr zwischen Achema und Interpack, den beiden Hauptmessen der Branche, bot sich so die Möglichkeit, mit Kunden und Projektpartnern direkt am Standort Ilshofen ins Gespräch zu kommen, diesen das gesamte Unternehmen zu präsentieren. Dabei nutzte man auch die Chance, im eigenen Haus ein weit grösseres Produktspektrum zeigen zu können, als das bei einer externen Messe möglich wäre.
