Planung jenseits der Straße

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Bausch + Ströbel will Hauptsitz erweitern: Fast zehn Millionen Euro Investitionssumme

Ilshofens größer Arbeitgeber denkt nur in eine Richtung: Bausch + Ströbel will baulich wie personell weiter wachsen. Dabei wird auch ein Neubau jenseits der Umgehungsstraße ins Auge gefasst.

"Akzente für die Zukunft setzen", hat Geschäftsführer Siegfried Bullinger die Einweihung des neuen Technikgebäudes überschrieben. Rund drei Millionen Euro hat der Sondermaschinenbauer für Abfüllanlagen von Pharmaprodukten investiert. Entstanden ist ein fürs Ortsbild prägendes Gebäude (wir berichteten). Bürgermeister Roland Wurmthaler nennt den aktuellen Bau "städtebaulich ansprechend, eine Bereicherung fürs Stadtbild". Dieter Straub, Geschäftsführer von Leonhard Weiss, hält die rote Außenansicht für einen mutigen Schritt: "Aber er passt zu Ihnen", ruft er Bullinger und dessen Mitgeschäftsführer Markus Ströbel zu.

Schultes Wurmthaler lobt die Entwicklung des mittlerweile mehr als 900 Mitarbeiter zählenden Unternehmens seit der Neuordnung der Gesellschafterstruktur im Jahr 2007. "Der Standort wird arrondiert, die Erweiterungspläne umfassen auch die gegenüberliegende Straßenseite Richtung Autobahn." Der Gemeinderat begleite diese Vorhaben "unserer Firma Bausch + Ströbel" mit Wohlwollen, sagt Wurmthaler. Und fügt augenzwinkernd hinzu, dass es auch Eigennutz sei. "Denn es gibt ordentlich Gewerbesteuer."

Bürgermeister Wurmthaler sieht den Maschinenbauer auch gut für die Zukunft gerüstet. Denn bei Bausch + Ströbel sei der Generationswechsel bereits eingeleitet. Landrat Gerhard Bauer: "Bausch + Ströbel ist auf dem Weltmarkt führend, weil das Unternehmen technologisch Spitze ist und über sehr gut ausgebildete Mitarbeiter verfügt."

Siegfried Bullinger zeigt grob die geplanten Erweiterungen auf: Neben der Weiterentwicklung in maschinenbautechnischer Hinsicht gehe es um weitere Montageflächen, ein Kommissionier- und Versandgebäude mit den entsprechenden Sozialräumen. Insgesamt umfassen diese Planungen ein Investitionsvolumen von annähernd zehn Millionen Euro.

Geschäftsführer Bullinger erinnert bei der Einweihung an das Geschenk der Kommune Ilshofen zum 40-jährigen Bestehen: einen Gutschein über einen Baum. Nun löst Bausch + Ströbel diesen Gutschein ein. "Wir haben uns für eine Platane entscheiden, die passt am besten zum Unternehmen", erklärt Bullinger und begründet es mit dem "nachhaltigen und starken Wachstum" dieser Baumart.

Mit hörbarem Stolz spricht Bullinger über die weltweite Wirtschaftskrise: "Bausch + Ströbel hat diese praktisch unbeschadet überstanden." Kurzarbeit oder Personalabbau seien nie Thema gewesen, vielmehr seien Menschen eingestellt worden. Und unter dem Strich sei 2009 mit einem leichten Umsatzplus abgeschlossen worden. Der schleppende Auftragseingang im vergangenen Jahr habe sich "normalisiert, so dass die Auftragsbücher heute wieder gut gefüllt sind".

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