Reicher Schatz an Erfahrung

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Wer sich Ilshofen nähert, sieht schon von Weitem den großen Gebäudekomplex der Firma Bausch + Ströbel. Mit rund 900 Mitarbeitern stellt der größte Arbeitgeber der Stadt Spezialmaschinen für die pharmazeutische Industrie her. Bei allen namhaften Arzneimittelherstellern stehen die Maschinen von Bausch + Ströbel. Auf ihnen werden Einwegspritzen ebenso verarbeitet wie Fläschchen und Medikamente wie Hustensaft abgefüllt oder auch teure, aufwändig biotechnologisch hergestellte Arzneien. Dafür werden höchste Anforderungen an das innovative Unternehmen gestellt, das weltweit tätig ist und in seinem Segment zu den Weltmarktführern zählt.

Vor über 40 Jahren war das noch alles Zukunftsmusik. Als drei junge Männer - Rolf Ströbel, Wilhelm Bausch und Siegfried Bullinger - 1967 den Schritt in die Selbstständigkeit wagten, hatten sie Mühe, andere von ihren Ideen zu überzeugen. Banken lehnten Kreditvergaben ab, Gemeinden erteilten keine Baugenehmigung. Doch mit Fleiß und Beharrlichkeit, mit Privatkrediten und großem persönlichem Einsatz setzten die jungen Männer ihre Vision in die Tat um. Vom ersten Domizil, einer Garage, zog man 1967 in das erste eigene Firmengebäude in der Haller Straße in Ilshofen - das Wachstum der kleinen Firma war nicht aufzuhalten.

Heute sind mit Rolf Ströbel und Siegfried Bullinger noch zwei der Gründungsmitglieder im Unternehmen engagiert. Im Rahmen einer Neustrukturierung im Jahr 2007 übernahmen die Familien Bullinger und Ströbel die Gesellschaftsanteile der Familie Bausch. Obwohl beide Senior-Chefs das Rentenalter bereits erreicht haben, arbeiten sie mit ihrem reichen Erfahrungsschatz aktiv an der Zukunft des Unternehmens.

Unterstützt werden sie von der zweiten Generation. Markus Ströbel ist schwerpunktmäßig für den Verkauf zuständig und hat zusammen mit Siegfried Bullinger, verantwortlich für den Bereich Technik, die Geschäftsführung inne. Thorsten Bullinger ist Rechtsanwalt und fungiert als Syndikus des Unternehmens. Helen Ströbel-Glaser leitet die Geschicke des Zweigwerks in den USA, und Tanja Bullinger ist seit Kurzem für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Unternehmen zuständig. Die persönliche Verbundenheit mit dem Unternehmen ist für Rolf Ströbel und Siegfried Bullinger die große Stärken der Familienunternehmen. "Die Firma steht für uns immer an erster Stelle", betont Rolf Ströbel. "Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern sehr bewusst. Und diese persönliche Verbundenheit beruht auf Gegenseitigkeit", ergänzt Siegfried Bullinger. Auch Thorsten Bullinger hat die langfristige Entwicklung des Unternehmens im Blick. "Eine kurzfristige Gewinnerzielungsabsicht steht für uns nicht im Vordergrund", sagt er.

Den Veränderungen in Gesellschaft und auf dem Markt müssen allerdings auch Familienunternehmen Rechnung tragen. "Auch wenn wir mit der Auftragslage derzeit sehr zufrieden sind, müssen wir ständig Neues entwickeln und die Kundenanforderungen genau unter die Lupe nehmen", so Markus Ströbel.

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